Dienstag, 13. Mai 2014

Chaos 2

Systeme, die sich aus dem Chaos selbst organisieren, überleben nur, wenn sie offen sind für den ständigen Durchfluss von Energie und Materie. Wirbel in Flüssen und Bächen entstehen typischerweise aus Turbulenzen, die von Hindernissen in schnellen, tiefen Strömungen erzeugt werden. Jeder Wirbel besitzt seine charakteristische Gestalt, besteht in Wirklichkeit aber aus der Materie, die durch ihn hindurchfließt. Ähnlich besteht auch der Mensch aus der Materie, die ständig durch ihn fließt. Unsere "Gestalt" wird durch den Fluss, an dem wir teilhaben, geschaffen und aufrechterhalten. Wir sind, was wir essen, was wir atmen, und war wir von unserer Umgebung empfangen.

Briggs & Peat 1

The following posts are from "Seven Life Lessons of Chaos" by John Briggs and David Peat.
Die folgenden Posts sind aus dem Buch "Chaos - Abschied von der Sehnsucht, alles in den Griff zu bekommen" von John Briggs und David Peat.

Maler, Dichter und Musiker wussten seit jeher, dass ihre Kreativität erblüht, wenn sie am Chaos teilhaben. Schriftsteller lechzen nach dem magischen Augenblick, an dem sie die Kontrolle über ihre Figuren verlieren und diese ein Eigenleben annehmen. Logik, lineares Denken haben durchaus ihre Berechtigung, doch die dem Chaos innewohnende Kreativität lässt erahnen, dass zum lebendigen Leben mehr gehört. Es bedarf eines ästhethischen Sinns - eines Gespürs für das, was zusammenpasst, was in Harmonie ist, was wächst und gedeiht und was vergeht. Verbündet man sich mit dem Chaos, eröffnet sich damit die Chance, dass man nicht als Kontrolleur der Natur auftritt, sondern als deren kreativer Teilhaber.

Montag, 12. Mai 2014

Tom Waits - heartattack and vine

Liar liar with your pants on fire
White spades hangin' on the telephone wire
Gamblers reevaluate along the dotted line
You'll never recognize yourself on heartattack and vine

Doctor, lawyer, beggar man thief
Philly Joe remarkable looks on in disbelief
If you want a taste of madness, you'll have to wait in line
You'll probably see someone you know on heartattack and vine

Boney's high on china white, Shorty found a punk
Don't you know there ain't no devil, there's just God when he's drunk
Well this stuff will probably kill you, let's do another line
What you say you meet me down on heartattack and vine

See that little Jersey girl in the see-through top
With the peddle pushers sucking on a soda pop
Well I bet she's still a virgin but it's only twenty-five 'til nine
You can see a million of 'em on heartattack and vine

Better off in Iowa against your scrambled eggs
Than crawling down Cahuenga on a broken pair of legs
You'll find your ignorance is blissful every goddamn time
Your're waitin' for the RTD on heartattack and vine

Samstag, 3. Mai 2014

cosmic ballyhoo

persistant mothers-in-law conjure me up
I fly in acceleration on a broom into the
unconsciousness, shrugging shrewdness,
I´ll take a blue neon bloom.
Oh Lord, what can I do
except shuffling through the simper
simple-minded surface?
I am going to wear a
made-to-measure trenchcoat
just need a significant trickery
to trash all this traumatic
reality-photocopies
to get the gravity going
rowing and swinging through

corals in cosmic ballyhoo!

Tom Wolfe

love poem

hey eva hey
whats my love but a neongreen emerald shining and hovering
over a präraffaelitic pedestal
praying all colors longing for day and night
heartache evidence I live for the moment
I work in your garden and all the songs
remember me in a beautiful clue - you.
Essence of peppermint fire loop
gingerbread and christman
badly drawn boy gets the blues.
Make the new pearl-necklace for your
low-cut-neckline, I´ll buy the
tide-is-high-shoes.
Compensate the years
We´ll shine through.
Excavations of the new
Autism flirt /// Shadow heals away
Upstream liquid hippotamus gets ethical
floodlight fluorrescent dancing
with a dream in a strip-club.

Fire a peppermint loop on a
streaky streaker
fire with me, Eva
strictly forbidden excitement

I am distilled in cowardice
delegete the cox for a
sunflower mugging

fire me a mahagony mormon bible
on a herbivorous streamer, fire
tinsel during thunderstorm.

The wind wispers me an electric vision
refreshing contrasting voyage

wild & beautiful

with fire in your eyes. dancing and
joking at a moonlight hotel. Palm Beach.
Digressing. Loving. In a flood of rain
atmospheric light of a lantern.
It´s all in our hearts. You. Muse
Incidentally, I love you.

@TomWolfe

Montag, 28. April 2014

Der Realitätscode

Während es manche Leser vielleicht für eine Metapher halten, wenn wir unsere Beziehung zur Polarität als Kampf beschreiben, empfinden andere diesen Kampf in ihrem Leben als tagtägliche Realität: So oder so wird dieser Kampf nur so lange existieren, wie ihn unsere Überzeugung aufrechterhält.
Als ich mein Urteile über Licht und Finsternis geheilt hatte, spiegelte sich diese Heilung in allen Beziehungen meines Lebens wider. Es begann sofort, und zwar mit einem Wandel dessen, was ich hinsichtlich einer Überzeugung für wahr hielt – einer Überzeugung, die so tief in unserem kollektiven Unterbewusstsein verankert ist, dass wir sie kaum bemerken, und die uns trotzdem in jedem Augenblick unseres Lebens beeinflusst. Alles lässt sich auf die große Frage zurückführen: Glauben wir, dass es in der Welt zwei getrennte Kräfte gibt, von denen uns eine wohlgesonnen ist und die andere nicht? Oder gibt es nicht vielmehr eine einzige Kraft, die uns auf vielfältige Weise zu unseren Erfahrungen verhilft?

Sobald wir die Kräfte des Lichts und der Finsternis als Elemente ein und derselben Kraft miteinander versöhnen, müssen wir uns fragen: Wie verwenden wir diese Kraft in unserem Leben? Das ist der Punkt, an dem die Vorstellung von unseren Überzeugungen als Computerprogramm so hilfreich wird. Wie bei jedem Programm kommt es darauf an, den Code zu kennen. Wenn wir den Code kennen, haben wir die Macht, die Grenzen unseres Lebens neu zu definieren.

Quelle: "Der Realitätscode" ~ Gregg Braden

Sonntag, 23. Februar 2014

Tabula smaragdina by Hermes Trismegistos

1. Wahr ist es ohne Lügen, gewiss und aufs allerwahrhaftigste.
2. Dasjenige, welches Unten ist, ist gleich demjenigen, welches Oben ist: Und dasjenige, welches Oben ist, ist gleich demjenigen, welches Unten ist, um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.
3. Und gleich wie von dem einigen GOTT erschaffen sind alle Dinge, in der Ausdenkung eines einigen Dinges. Also  sind von diesem einigen Dinge geboren alle Dinge, in der Nachahmung.
4. Dieses Dinges Vater ist die Sonne, dieses Dinges Mutter ist der Mond.
5. Der Wind hat es in seinem Bauche getragen.
6. Dieses Dinges Säugamme ist die Erde.
7. Allhier bei diesem einigen Dinge ist der Vater aller Vollkommenheit der ganzen Welt.
8. Desselben Dinges Kraft ist ganz beisammen, wenn es in Erde verkehret worden.
9. Die Erde musst du scheiden vom Feuer, das Subtile vom Dicken, lieblicherweise, mit einem großen Verstand.
10. Es steiget von der Erden gen Himmel, und wiederum herunter zur Erden, und empfänget die Kraft der Oberen- und der Unteren-Dinge.
11. Also wirst du haben die Herrlichkeit der ganzen Welt. Derohalben wird von dir weichen aller Unverstand. Dieses einige Ding ist von aller Stärke die stärkeste Stärke, weil es alle Subtilitäten überwinden und alle Festigkeiten durchdringen wird.
12. Auf diese Weise ist die Welt erschaffen.
13. Daher werden wunderliche Nachahmungen sein, die Art und Weise derselben ist hierin beschrieben.
14. Und also bin ich genannt Hermes Trismegistos, der ich besitze die drei Teile der Weisheit der ganzen Welt.
15. Was ich gesagt habe von dem Werk der Sonnen, daran fehlet Nichts, es ist ganz vollkommen.